1977 wurde die Galerie im ehemaligen Atelier von
Rupert Walser, einer Remise im Münchner Gärnterplatzviertel, als
Ausstellungsraum für erste selbstgedruckte und verlegte Editionen (Calderara,
Lachauer, Reineking, Lechner, Nannucci, Schuler...) unter dem Namen „druckwerk“ gegründet und 1983
umbenannt in „Galerie Rupert Walser“.
Als Schwerpunkt des Galerieprogramms kristallisierte sich damals aus Rupert
Walsers Kunstgeschichtsstudium die neuere monochrome Malerei heraus, die
sogenannte "radikale" Malerei. (Benannt nach der Ausstellung
"Radical Painting" 1984 im Williams College Museum of
Art/Williamstown, Massachusetts. Wir zeigten schon vorher, und vertreten zum
Teil heute noch, daraus die Künstler: Marcia Hafif, Joseph Marioni,
Carmengloria Morales, Phil Sims, Howard Smith, Günter Umberg, Jerry Zeniuk.)
Dieses radikale Programm entwickelte sich über die
Jahrzehnte zusammen mit so manchen dieser Künstlern (z.B. Jerry Zeniuk) und
jüngeren, neu dazugekommenen Künstlern (Stephan Baumkötter, Thomas Bechinger, Anna
Leonie und Claudia Shneider) zu einer größeren Freiheit.
Zum bleibenden Schwerpunkt “Malerei“, kommen einzelne
Bildhauerpersönlickeiten: Christiane Möbus, Leo Kornbrust, James Reineking.
Eine spezielle Neigung gibt es zu Arbeiten auf Papier – Zeichnungen,
Aquarellen, auch zu Druckgrafik.
Ab 1978 Teilnahme an der Basler Messe, später auch
Köln, Frankfurt, Berlin, Brüssel.
Auf Einladung Kurator der Ausstellungen:
"Reclining Red" im Goethe-Institut London 1989, "Open Column,
Peter Downsbrough" im Hof der Glyptothek München 1991, "James
Reineking, Jerry Zeniuk" in den Künstlerwerkstätten Lothringerstrasse München
1993, "Jerry Zeniuk: Dachau Bilder" Neue Galerie Dachau 1994, „EURAMI – James Bishop, Peter
Downsbrough, James Reineking, Jerry Zeniuk“ Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern,
"Dem Absoluten empfiehlt sich schönstens zu freundlicher Aufnahme das
Urphänomen" im Kunstverein Grafschaft Bentheim 1996
1978 Mitbegründung der Initiative und Zeitung „Neue
Kunst in München“.
1980 Gründung der Zeitung „Neue Kunst in Europa“
(später „NIKE“; Bruch damit 1987).
1988 Initiierung und Realisierung der „Initiative
Münchner Galerien zeitgenössischer Kunst“.
1994 Forcierung der gemeinsamen Aktivitäten der
"Galerien am Gärtnerplatz."
|